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Speckstein

Speckstein, auch Seifenstein oder Steatit genannt, ist ein Mineral, das uns im Alltag als Körperpuder begegnet.

In ungemahlenem Zustand handelt es sich um ein sehr dichtes Mineralgestein, das in ganz unterschiedlichen Farben vorkommt: von klarem Weiß über Karmin bis zu Braunrot, von gelbem Ocker über Hellgrün bis zu dunklem Oliv, vom lichten Hellgrau bis zu Schwarz.

Das Material kann ganz verschiedenartig marmoriert werden, was freilich erst im Zuge der abschließenden Oberflächenbehandlung richtig zur Geltung kommt.

Speckstein kommt in Europa an vielen Orten vor. Neben der Verarbeitung zu Körperpuder dient europäischer Steatit vor allem als Füllstoff in Thermoplasten und auch in Lacken, ferner als Rohstoff für Elektrodenkeramik, als Beigabe zu Pharmazeutika, Fungiziden u.ä.m.

Importware, die am besten zum Gestalten geeignet ist, kommt vor allem aus China, Ostafrika, Brasilien und aus Ägypten.


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Die Herstellung eines Fotoalbums

Fotoalbum 1Immer öfter wird um eine Anleitung zur Herstellung eines Fotoalbums gefragt, da dieses dann ganz nach den eigenen Wünschen gestaltet werden kann.

Für die Größe eines solchen Albums ist vor allem die Zahl und das Format der Fotos maßgebend, die Sie auf je eine Blattseite zu kleben beabsichtigen. Man soll möglichst wenige Bilder auf eine Seite kleben (am besten nur zwei) und das Format der Blätter so groß machen, dass sich die Bilder genügend abheben. Außerdem lässt sich danach noch jede Seite beliebig verzieren, um ein richtiges „Scrapbook“ daraus zu machen. Hier kann man Sticker und Stanzteile passend zum Thema hinzufügen.

Material:

  • dünner Karton in der gewünschten Farbe
  • stärkere Pappe für die Deckel
  • Buntpapier
  • Leinwandstreifen
  • Papier für die Spiegel
  • passendes Band oder Kordel
  • Lineal
  • Messer
  • Falzbein
  • Locheisen

Arbeitsschritte:

fotoalbum 2Haben Sie so das notwendige Format bestimmt, dann besorgen Sie passenden dünnen Karton in der gewünschten Farbe (für Fotos am Besten grau) und schneiden die erforderliche Blattzahl mit Messer und Lineal genau zu.

Damit die eingeklebten Fotos im Albumrücken einen Ausgleich finden, schneiden wir aus dem gleichen Karton in der Anzahl der Blätter 2 cm breite Streifen, die genau so lang sein müssen wie die Blätter hoch sind und später zwischen diesen eingefügt werden.

Die beiden Deckel schneiden wir aus stärkerer Pappe, und zwar so lang wie die Blätter, aber um etwa 5mm höher als diese. (Wir sprechen deshalb immer von „lang“ und „hoch“, weil das Querformat bei Fotoalben das übliche ist.)

Von diesen Deckeln schneiden wir an je einer Schmalseite einen Streifen von 2cm Breite ab, der später durch Leinwandstreifen mit dem Deckel wieder verbunden wird.

Nun müssen Sie alle Blätter brechen bzw. mit einer Rille versehene, damit sie sich im Album an der richtigen Stelle leicht abbiegen lassen. Diesen Vorgang nennt man falzen. Zu diesem Zweck befestigen Sie zwei entsprechend lange, dicke Pappstreifen oder Lineal in einem gegenseitigen Abstand von 1,5 – 2mm auf einem Brett, legen nacheinander jedes Blatt auf die Spalte und drücken die Rillen mit dem Falzbein in den Karton.
Diese an der Schmalseite der Blätter angebrachte Rille muss genau parallel zum Blattrand verlaufen und von diesem einen Abstand von 2,5 cm haben.

Nun legen Sie alle Blätter aufeinander, wobei Sie immer zwischen je zwei Blätter am schmalseitigen Ende einen der Einlagestreifen einfügen, und messen die Rückenstärke einschließlich der Einbanddeckel. Als Rückeneinlage schneiden Sie jetzt einen Pappstreifen in der Länge der oben erwähnten Deckelstreifen zu, dessen Breite genau der gemessenen Rückenstärke entspricht. Deckel, Deckelstreifen und Rückeneinlage werden nun auf einen Leinwandstreifen geleimt, dessen Größe so bemessen sein muss, dass oben und unten ein Einschlag von 1,5 cm verbleibt und die Längsseiten des Streifens wenigstens 2cm über den Deckel greifen.

Sie gehen dabei folgendermaßen vor:

In die Mitte des mit Leim bestrichenen Leinenstreifens legen Sie die Rückeneinlage, rechts und links davon – in einem Abstand, die der Pappestärke entspricht – die Deckelstreifen; in einem Abstand von 5 mm setzen Sie schließlich die Deckel an und schlagen nun die Leinwand oben und unten ein.

Mit zwei 3,5cm breiten Leinwandstreifen von der Länge des Rückens überkleben Sie dann die 5mm breiten Zwischenräume, wobei Sie darauf achten, dass die Streifen gleichmäßig etwas 1cm auf Deckel und Deckelstreifen übergreifen. Diese Streifen müssen überdies kräftig mit dem Falzbein in die Zwischenräume eingerieben werden, damit beim Öffnen der Deckel keine Spannung entsteht.

Hierauf versehen Sie die Deckel mit Ecken, überziehen sie mit dem passenden Buntpapier und kleben auf die Innenseiten aus dem Blattkarton die Spiegel. Diese Spiegel dürfen das Leinwandscharnier nicht überdecken.

fotoalbum brigitteDeckel, Blätter und Einlagestreifen müssen nun gelocht werden. Hierzu machen Sie sich aus einem Kartonstreifen in der Größe der Einlagestreifen einen Schablone, indem Sie auf dem Streifen in gleichem Abstand drei Löcher anzeichnen und diese mit dem Locheisen ausstanzen.

Je drei oder vier Blätter legen Sie dann mit ihrem falzseitigen Ende genau unter die Schablone und stanzen so die Löcher aus. Genau so lochen Sie die Einlagestreifen und die Deckelstreifen des Einbandes.

Jetzt setzen Sie Blätter und Einlagestreifen in der richtigen Reihenfolge in die Einbanddecke ein, ziehen ein passendes Band oder Kordel durch die Löcher und verknoten deren Enden. Wer noch ein übriges tun will, kann die Schnurenden durch Ausfransen zu einer Quaste ausbilden.

© der bunte Weberknoten


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