Archiv der Kategorie: Basteltechnik

Schneekugel

 Material:               pinguin schneekugel

  • Cernit in weiß, orange, Schwarz
  • wasserfester Klebstoff,
  • weiße Kunststoff-Schnipsel
  • Marmeladeglas mit gut verschließbarem Deckel

Arbeitsvorgang:

Aus Cernit fertigt man eine Fgur, einen Pinguin oder zu Weihnachten einen Weihnachtsmann oder ein Engerl, einen rutschenden Baby-Pinguin und eine stehende Pinguin-Mutter an.

Dazu formt man die Bäuche und die Köpfe aus weißem Cernit. Die Flügel, die Augen und einen Teil des Kopfes macht man aus schwarzem Cernit und die Schnäbel sowie die Füße aus orangefarbenen Cernit.

Der Eisberg aus weißem Cernit und die beiden Pinguine werden nach dem Aushärten im Backrohr mit wasserfestem Klebstoff am Deckel des Marmeladeglases angeklebt. Darauf achten, das das Glas darüber gestülpt werden kann!

Sie können die Figur auch im Deckel härten, dazu wird die Unterfläche aus Cernit geformt, auf der die Figur stehen kann, und sie drücken sie fest in den Deckel. Sollte sich die Figur später lösen, mit Kleber – auf Lösungsmittelbasis – ankleben.

Von einem ausgedienten weißen Kunststoffgegenstand raspelt man nun Späne für das Schneegestöber ab (ev. kann man auch die Schneeflocken einer alten Schneekugel oder Flitter verwenden!) Die „Schneeflocken“ werden in das Marmeladeglas gefüllt.

Dann muss man das Glas nur mehr mit destilliertem Wasser auffüllen und den Deckel mit den Figuren daraufschrauben. – Und schon bricht des Schneegestöber los!

© der bunte Weberknoten

Seidenmalen auf Folie

Material:mousepad

  • Seide
  • einseitig klebende Folie (Buchfolie)
  • Konturenfarbe
  • Seidenmalfarben, Seidenmalstifte, Textilmalstifte
  • Pinsel
  • Föhn

Arbeitsschritte:

Ein Stück Seide wird auf eine einseitig klebende Folie aufgeklebt (Buchfolie). Dazu soll die Seide möglichst gespannt und faltenfrei aufgebracht werden, am besten Stück für Stück mit der flachen Hand darüber streichen und die Beschichtung der Folie dabei langsam abziehen.

Mit einer Konturenfarbe kann nun ein Motiv vorgezeichnet werden, vor dem Ausmalen muss die Kontur trocknen. (Ev. fönen, allerdings muss darauf geachtet werden, dass nicht zu heiß und nicht zu nahe an der Folie gefönt wird, da sich diese sonst einrollen kann.)

Wenn die Seide auf Folie aufgeklebt ist, verläuft die Farbe allerdings genauso auseinander wie im aufgespannten Zustand. Nur die Spitze des Pinsels in die Farbe tauchen. Die Farbe soll so aufgetragen werden, dass sie zum Rand hin bzw. zur Konturenfarbe hin auslaufen kann und nicht darüber läuft.

Seidenmalfarbe gibt es auch als nachfüllbare Stifte, die sich von der Farbbeschaffenheit ebenso verhalten wie die Farben im Glas.

Zum Ausmalen können auch Textilstifte verwendet werden. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht so stark verrinnen, allerdings müssen dadurch die Flächen vollständig ausgemalt werden.

Seide kann ebenso auf Glas aufgespannt/aufgeklebt werden, um sie zu bemalen. Auch hier muss man besonders darauf achten, dass sie sehr straff und faltenfrei aufliegt, um ein Durchrinnen der Farbe unter oder über die Konturen zu verhindern.

© der bunte Weberknoten

Die Herstellung eines Fotoalbums

Fotoalbum 1Immer öfter wird um eine Anleitung zur Herstellung eines Fotoalbums gefragt, da dieses dann ganz nach den eigenen Wünschen gestaltet werden kann.

Für die Größe eines solchen Albums ist vor allem die Zahl und das Format der Fotos maßgebend, die Sie auf je eine Blattseite zu kleben beabsichtigen. Man soll möglichst wenige Bilder auf eine Seite kleben (am besten nur zwei) und das Format der Blätter so groß machen, dass sich die Bilder genügend abheben. Außerdem lässt sich danach noch jede Seite beliebig verzieren, um ein richtiges „Scrapbook“ daraus zu machen. Hier kann man Sticker und Stanzteile passend zum Thema hinzufügen.

Material:

  • dünner Karton in der gewünschten Farbe
  • stärkere Pappe für die Deckel
  • Buntpapier
  • Leinwandstreifen
  • Papier für die Spiegel
  • passendes Band oder Kordel
  • Lineal
  • Messer
  • Falzbein
  • Locheisen

Arbeitsschritte:

fotoalbum 2Haben Sie so das notwendige Format bestimmt, dann besorgen Sie passenden dünnen Karton in der gewünschten Farbe (für Fotos am Besten grau) und schneiden die erforderliche Blattzahl mit Messer und Lineal genau zu.

Damit die eingeklebten Fotos im Albumrücken einen Ausgleich finden, schneiden wir aus dem gleichen Karton in der Anzahl der Blätter 2 cm breite Streifen, die genau so lang sein müssen wie die Blätter hoch sind und später zwischen diesen eingefügt werden.

Die beiden Deckel schneiden wir aus stärkerer Pappe, und zwar so lang wie die Blätter, aber um etwa 5mm höher als diese. (Wir sprechen deshalb immer von „lang“ und „hoch“, weil das Querformat bei Fotoalben das übliche ist.)

Von diesen Deckeln schneiden wir an je einer Schmalseite einen Streifen von 2cm Breite ab, der später durch Leinwandstreifen mit dem Deckel wieder verbunden wird.

Nun müssen Sie alle Blätter brechen bzw. mit einer Rille versehene, damit sie sich im Album an der richtigen Stelle leicht abbiegen lassen. Diesen Vorgang nennt man falzen. Zu diesem Zweck befestigen Sie zwei entsprechend lange, dicke Pappstreifen oder Lineal in einem gegenseitigen Abstand von 1,5 – 2mm auf einem Brett, legen nacheinander jedes Blatt auf die Spalte und drücken die Rillen mit dem Falzbein in den Karton.
Diese an der Schmalseite der Blätter angebrachte Rille muss genau parallel zum Blattrand verlaufen und von diesem einen Abstand von 2,5 cm haben.

Nun legen Sie alle Blätter aufeinander, wobei Sie immer zwischen je zwei Blätter am schmalseitigen Ende einen der Einlagestreifen einfügen, und messen die Rückenstärke einschließlich der Einbanddeckel. Als Rückeneinlage schneiden Sie jetzt einen Pappstreifen in der Länge der oben erwähnten Deckelstreifen zu, dessen Breite genau der gemessenen Rückenstärke entspricht. Deckel, Deckelstreifen und Rückeneinlage werden nun auf einen Leinwandstreifen geleimt, dessen Größe so bemessen sein muss, dass oben und unten ein Einschlag von 1,5 cm verbleibt und die Längsseiten des Streifens wenigstens 2cm über den Deckel greifen.

Sie gehen dabei folgendermaßen vor:

In die Mitte des mit Leim bestrichenen Leinenstreifens legen Sie die Rückeneinlage, rechts und links davon – in einem Abstand, die der Pappestärke entspricht – die Deckelstreifen; in einem Abstand von 5 mm setzen Sie schließlich die Deckel an und schlagen nun die Leinwand oben und unten ein.

Mit zwei 3,5cm breiten Leinwandstreifen von der Länge des Rückens überkleben Sie dann die 5mm breiten Zwischenräume, wobei Sie darauf achten, dass die Streifen gleichmäßig etwas 1cm auf Deckel und Deckelstreifen übergreifen. Diese Streifen müssen überdies kräftig mit dem Falzbein in die Zwischenräume eingerieben werden, damit beim Öffnen der Deckel keine Spannung entsteht.

Hierauf versehen Sie die Deckel mit Ecken, überziehen sie mit dem passenden Buntpapier und kleben auf die Innenseiten aus dem Blattkarton die Spiegel. Diese Spiegel dürfen das Leinwandscharnier nicht überdecken.

fotoalbum brigitteDeckel, Blätter und Einlagestreifen müssen nun gelocht werden. Hierzu machen Sie sich aus einem Kartonstreifen in der Größe der Einlagestreifen einen Schablone, indem Sie auf dem Streifen in gleichem Abstand drei Löcher anzeichnen und diese mit dem Locheisen ausstanzen.

Je drei oder vier Blätter legen Sie dann mit ihrem falzseitigen Ende genau unter die Schablone und stanzen so die Löcher aus. Genau so lochen Sie die Einlagestreifen und die Deckelstreifen des Einbandes.

Jetzt setzen Sie Blätter und Einlagestreifen in der richtigen Reihenfolge in die Einbanddecke ein, ziehen ein passendes Band oder Kordel durch die Löcher und verknoten deren Enden. Wer noch ein übriges tun will, kann die Schnurenden durch Ausfransen zu einer Quaste ausbilden.

© der bunte Weberknoten

Brandmalerei

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Eine nicht sehr aufwendige Technik, bei der Sie mit ein bisschen Übung bereits große Fortschritte machen und viel Kreativität und Phantasie entwickeln können.

Brandmalerei ist eine uralte Volkskunst, die mit einfachsten Mitteln schon vor Jahrhunderten ausgeübt wurde. Heiße Gegenstände wurden ins Holz gepresst, und nach und nach wurden verschiedene Motive entwickelt.

In den letzen Jahren wurde durch die Entwicklung wirklich hochwertiger, handlicher und leicht zu bedienender elektrischer Geräte diese alte Tradition wieder etwas belebt.
Mit diesen Geräten können Sie durch die feine Abstimmung der Temperatur und verschiedener Brennspitze auch feinste Miniaturzeichnungen herstellen.
Gegenstände aus hellen, weichen Hölzern wie Linde, Ahorn oder Pappel, sowie astfreie Fichte oder Kiefer sind sehr gut geeignet. Etwas schwieriger wird es bei Harthölzern, wie der dunkleren Buche.

Arbeitsvorgang:

Als Faustregel gilt: je weicher/heller das Holz, desto weniger Temperatur und rascheres Zeichnen ist notwenig; je härter/dunkler das Holz, desto mehr Temperatur und langsame Strichführung!

Sie sollten so lange üben, bis gleichmäßige Striche ohne Ansatz- oder Schlusspunkte gelingen. Das Gerät sollte auch nie so heiß sein, dass ein Schatten rund um den Strich entsteht, außer Sie wollen diese Wirkung bewusst erzielen.

Wählen Sie die Holzgegenstände sorgfältig aus, achten Sie auf die Maserung und schleifen Sie das Werkstück mit feinem Schleifpapier, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
Sie können mit einem weichen Bleistift das gewünschte Motiv vorzeichnen oder mittels fettfreiem Kohlepapier durchpausen.

Nach dem Brennen wird das Werkstück wieder geschliffen. Sind zu viele Brandrückstände am Holz, könne Sie es auch feucht abwischen.

Um die Zeichnung und das Holz gegen Verunreinigungen zu schützen, können Sie nun einen Klarlack aufbringen. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass sowohl das Holz, die Maserung, als auch Ihre Zeichnung dunkler werden.

Möchten Sie die Brandmalerei kolorieren, achten Sie darauf, keine Konturen zu übermalen. Verwenden Sie eher lasierende Malfarben.

Wenn Sie mit dem Zeichnen nicht so gut zurecht kommen, müssen Sie dieses liebenswerte Hobby nicht vergessen. Es gibt auch Geräte, in die besondere Stempeleinsätze eingesteckt werden können. So können Sie sich ganz auf die Anordnung ihres Ornaments konzentrieren.

© der bunte Weberknoten