Papierschöpfen

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Handgefertigtes Papier gilt als Luxus, und es wird gewöhnlich nur zu besonderen Anlässen verwendet. Papier besteht aus feinen Fasern, die sich beim Herstellungsprozess miteinander verbinden. Bei industriell gefertigtem Papier verlaufen diese Fasern alle in derselben Richtung. Deshalb lässt sich dieses Papier in Faserlaufrichtung auch immer leicht reißen.

Bei handgefertigtem Papier ordnen sich die Fasern dagegen in alle Richtungen an – das Papier lässt sich daher in keine Richtung ohne weiteres reißen. Diese Eigenschaft verleiht dem handgeschöpften Papier seine ganz besondere Qualität.

Handgeschöpftes Papier wird in einer Form hergestellt, die aus zwei Teilen besteht: einer Siebgussform und einem Rahmen.

Die Gussform besteht aus feinem Maschendraht, der wie ein Sieb wirkt; der Rahmen wird auf die Siebgussform gesetzt und sorgt dafür, dass die Fasern innerhalb der Form bleiben. Dabei wird der Rand des fertigen Papierbogens immer etwas unregelmäßig.

Die Qualität des handgeschöpften Papiers hängt davon ab, welches Ausgangsmaterial Sie verwenden. Je weißer das Papier ist, das Sie verwenden, desto heller wird auch das handgeschöpfte Papier. Billiges Papier mit einem hohen Anteil an Druckerschwärze wie beispielsweise Zeitungspapier wird sehr grau.

Sie können auch Muster in das Papier einarbeiten, indem Sie zum Beispiel kleine Blüten, Blätter oder Stengel in den Papierbrei geben.

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