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Decoupage

knoten_gross“Decoupage” kommt aus dem Französischen und hat etwas mit „Ausschneiden“ oder „Zerschneiden“ zu tun. Mehrere Motive werden ausgeschnitten und in einer neuen Anordnung wieder zusammengeklebt. Dies ist eine jahrhundertealte Technik, die in jüngster Zeit für das kreative Schaffen wieder neu entdeckt wurde.

Erst durch die Entwicklung eines speziellen Decoupage-Klebers ist es wirklich leicht, schon in kurzer Zeit zu fast professionellen Ergebnissen zu kommen, denn Decoupage-Kleber ist Kleber, Versiegler und Schleiflack in einem Produkt.

In der Decoupage–Technik werden die verschiedensten Motive aus Papier oder feinstem Stoff ausgeschnitten und auf Oberflächen von Gegenständen neu arrangiert. So entstehen ohne Maltalent schöne Bild-Gestaltungen auf Dosen, Möbeln, Tabletts, Bilderrahmen, Vasen und so weiter, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Flächen mit den aufgeklebten Motiven werden mit mehreren Lagen Kleber überzogen und nach dem Trocknen mit feinem Schleifpapier nass abgeschliffen. Dadurch erhält man eine glatte Fläche, die weder erkennen noch fühlen lässt, dass diese Bilder nicht gemalt, sondern lediglich aufgeklebt sind.

Diese Technik kann auf fast allen Materialien angewendet werden wie z.B. Pappe, Holz, fester Kunststoff, Styropor, Glas, Metall und Keramik. Motive in reichlicher Auswahl bieten Geschenkpapiere, Servietten, Tapeten, Kunstdrucke, Zeitschriften und Stoffe.

Arbeitsvorgang:

  1. Oberfläche mit einer matten Acrylfarbe (Bastelfarbe) farbig grundieren. Die Farbfläche kann auch zusätzlich gestaltet werden, z.B. durch verschiedene Stupftechniken mit dem Schwamm, durch Marmorieren oder durch Krakelierlack.
  2. Motive mit der Schere ausschneiden und mit Decoupage Kleber aufkleben. Dazu den Kleber mit einem Schwammpinsel auf den Untergrund streichen und die Motive darauf setzen. Papier wird vorher je nach Stärke 5 Sekunden bis zu 3 Minuten in Wasser eingeweicht, anschließend auf Küchenkrepp gelegt und damit abgetupft.
  3. Oberfläche durch Aufstreichen mehrerer Lagen Klebstoff versiegeln. Wenn eine Lage trocken ist, kann die nächste aufgebracht werden. In der Regel reichen 8 bis 10 Lagen. Nach dem letzten Klebstoffaufstrich 24 Stunden trocknen lassen.
  4. Mit sehr feinem Nassschleifpapier (800er bis 1000er Körnung) und reichlich Wasser die gesamte Decoupage-Oberfläche sorgsam schleifen. Mit einer Hand während des Schleifens stets den Zustand der Fläche kontrollieren. Vermeiden Sie ein Durchschleifen aufgrund zu heftigen oder zu langen Schleifens auf derselben Stelle. Zum Schluss sollte die gesamte Fläche völlig eben sein.
  5. Nach Beendigung des Schleifens die Oberfläche gut mit Wasser abspülen. Danach wieder 24 Stunden trocknen lassen. Durch die Wassereinwirkung beim Schleifen und Reinigen nimmt der Decoupage-Kleber ein milchiges Aussehen an, das jedoch im Laufe der nächsten Stunde von selbst verschwindet. Nach völliger Trocknung sprühen Sie als Schlusslack, der auch vor erneuter Trübung durch Wassereinwirkung schützt, einen schnelltrocknenden Klarlack in matt, seidenmatt oder glänzend auf.

Dreidimensionale Decoupage

Eine besondere Art, dreidimensionale Decoupagebilder herzustellen, ist das Zerschneiden und Verkleben von Kunstdrucken und Postkarten.

Sie benötigen für ein Bild zwei Kunstdrucke mit dem gleichen Motiv oder zwei gute Farbkopien davon. Mit Lineal und Bleistift unterteilen Sie die Drucke in gleich große Quadrate, die Sie mit einer Schere oder einem Cutter ausschneiden. Tipp: Um Verwechslungen zu vermeiden, nummerieren Sie die Teile vor dem Zerschneiden.

Legen Sie die zerschnittenen Drucke mit der Bildseite vor sich.

Jedes Quadrat des ersten Druckes wird nochmals zerschnitten und mit Papierleim zu einem Dreieck zusammengeklebt. Achten Sie darauf, dass die Mitte der Quadrate nicht geknickt und immer die gleiche Arbeitsrichtung beibehalten wird.

Die so vorbereiteten Teile werden dem Bild entsprechend auf die Quadrate des zweiten Drucks geklebt.
Der romantische Ausdruck mancher Motive lässt sich durch das Bestreichen der Quadratkanten mit gold- oder silberfarbiger Farbe verstärken.

Die fertigen Quadrate werden mit Lack besprüht und auf ein farbig passendes Papier in gleichmäßigem Abstand (ca. 3mm) zueinander geklebt.

© der bunte Weberknoten

Handgeschöpftes Papier mit Motiven

Mit Serviettenmotiven lassen sich individuelle, einzigartige Blätter herstellen, die zum Beispiel als Briefpapier dienen können.

Material:gesch papier m servietten

  • handgeschöpftes Papier
  • Papierservietten

Arbeitsvorgang:

Serviettenmotive (wie immer bei dieser Technik nur die oberste, bedruckte Schicht verwenden!) auf das noch nasse geschöpfte Papier auflegen und mitpressen.

Nach dem Pressen und Trocknen entsteht ein „miteingearbeitetes“ Motiv auf dem Papier.

© der bunte Weberknoten

handgeschöpftes Papier

Eine Bastelidee, bei der man am besten im Freien arbeitet.

Material:geschoepftes papier

  • möglichst unbedrucktes Abfallpapier in schmalen Streifen,
  • Mixbecher,
  • Mörtelschaff,
  • ev. Abtön- oder Seidenmalfarben,
  • Papierschöpfrahmen,
  • Ablagetasse,
  • Gautschtücher (Vlies oder alte BW Decken),
  • einige Metallplatten,
  • vier Zwingen.

Arbeitsvorgang:

Papierstreifen mit viel Wasser in einem Mixer zerkleinern und im Mörtelschaff sammeln. Mit dem Papierschöpfrahmen einzelne Blätter schöpfen und auf der Ablagetasse zwischen den Gautschtüchern sammeln.

Immer wieder Metallplatten zur besseren Druckverteilung dazwischenlegen und mit den vier Zwingen stark pressen.

So einige Zeit liegen lassen, damit alles überschüssige Wasser abrinnen kann. Nach dem Öffnen der Presse wird der Stapel auseinandergenommen und das Papier wird auf einem Gitter getrocknet.

Das handgeschöpfte Papier lässt sich hervorragend reißen, verkleben und zu
außergewöhnlichen Wandbildern verarbeiten.

© der bunte Weberknoten

Papierschöpfen

geschoepftes papiergesch papier m serviettenprägen papierewandbehang

Handgefertigtes Papier gilt als Luxus, und es wird gewöhnlich nur zu besonderen Anlässen verwendet. Papier besteht aus feinen Fasern, die sich beim Herstellungsprozess miteinander verbinden. Bei industriell gefertigtem Papier verlaufen diese Fasern alle in derselben Richtung. Deshalb lässt sich dieses Papier in Faserlaufrichtung auch immer leicht reißen.

Bei handgefertigtem Papier ordnen sich die Fasern dagegen in alle Richtungen an – das Papier lässt sich daher in keine Richtung ohne weiteres reißen. Diese Eigenschaft verleiht dem handgeschöpften Papier seine ganz besondere Qualität.

Handgeschöpftes Papier wird in einer Form hergestellt, die aus zwei Teilen besteht: einer Siebgussform und einem Rahmen.

Die Gussform besteht aus feinem Maschendraht, der wie ein Sieb wirkt; der Rahmen wird auf die Siebgussform gesetzt und sorgt dafür, dass die Fasern innerhalb der Form bleiben. Dabei wird der Rand des fertigen Papierbogens immer etwas unregelmäßig.

Die Qualität des handgeschöpften Papiers hängt davon ab, welches Ausgangsmaterial Sie verwenden. Je weißer das Papier ist, das Sie verwenden, desto heller wird auch das handgeschöpfte Papier. Billiges Papier mit einem hohen Anteil an Druckerschwärze wie beispielsweise Zeitungspapier wird sehr grau.

Sie können auch Muster in das Papier einarbeiten, indem Sie zum Beispiel kleine Blüten, Blätter oder Stengel in den Papierbrei geben.

© der bunte Weberknoten